RÜCKBLICK

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31. Nordwestschweizerisches Jodlerfest Mümliswil-Ramiswil 2019

Das vierte und letzte der Unterverbands-Jodlerfeste in diesem Jahr fand bei idealen Wetterbedingungen im Guldental am Fusse des Passwang statt. Der gleichnamige Jodlerklub war Trägerverein und Initiator für diesen Grossanlass. Mit grosser, solidarischer Beteiligung der Bevölkerung und der heimischen Vereine war mit immensem Aufwand seit Monaten auf diesen Event hingearbeitet worden. Die aufwendigen, mit viel Liebe und Kreativität gestalteten Dekorationen sorgten für eine Feststimmung schon bei der Ankunft.

Nach Rothrist folgt Mümliswil-Ramiswil

2016 war das letzte Fest in Rothrist, nachher stand die Frage, wo das nächste stattfinden soll. An der Delegiertenversammlung des NWSJV im Februar 2017 erhielt der „Jodlerklub Passwang“ den Zuschlag für die Durchführung und Organisation dieses Grossanlasses. Im September 2017 wurde der Verein "OK Jodlerfest Mümliswil-Ramiswil 2019“ gegründet, mit Regierungsrat Roland Fürst als Präsident. Von da an wurden in 22 OK-Sitzungen mit den Verantwortlichen der Ressorts alle Einzelheiten generalstabsmässig vorbereitet; das Motto: „Chilbi im Dorf“ soll an Erinnerungen vergangener und unvergesslicher Anlässe anknüpfen.

Auftakt und Festeröffnung am Freitag

Um 17 Uhr eröffnete die Präsidentin NWSJV Silvia Meister, Landamman und OK- Präsident Roland Fürst nach gelungenen Vorträgen der Mümliswiler Schulkinder mit Jodelliedern, Fahnenschwingen, Alphornblasen und Trachtentanz offiziell das Fest. Die Mümliswiler Schüler hatten extra für das Fest in einer Projekt- Woche die Vorträge einstudiert unter Anleitung von Fachpersonen und der Lehrerschaft. Silvia Meister: „da ist so viel Herz und Begeisterung drin, das passt genau zu unserem Thema“ und zeigte auf das „Jodlerherz“ mitten auf der Festwiese. Roland Fürst zeigte sich hoch erfreut über die fantastischen Darbietungen und sprach seinen Dank aus an alle, die sich dafür eingesetzt haben.

Alphorn- und Büchelbläser waren schon am Nachmittag aktiv, Fahnenschwinger ab 17 Uhr, die Jodler- Vorträge begannen ab 18.30 Uhr in drei Vortragslokalen, alle nah ums Jodler-Dörfli.

Fahnenschwinger

In der Abbundhalle der Firma Roth AG, wurde eine geeignete Lokalität für die „Fähnler“ gefunden, Schwünge auch von grosser Höhe waren da kein Problem. Unter den kritischen Augen von vier Juroren zeigten die 40 Fahnenschwinger an zwei Tagen in Einzel- und Duett- Vorträgen ihr Können, welches sicher lange eingeübt werde musste.    

Alphorn- und Büchel- Blasen

19 Jurymitglieder erwarteten 66 Bläser von Alphorn und Büchel zu ihren Vorträgen ebenfalls auf dem Roth- Areal. Ob als Einzel-, Duett-, Trio- oder Quartett- Bläser, die Vorträge wurden in gewohnter Festkampf- Manier bewertet. Die markanten Töne erschallten im Guldental bis an die umliegenden Jurahänge.   

Jodeln

In den drei Wettlokalen; Aula und Turnhalle Schule Brühl und in der kath. Kirche wurden wie gewohnt alle Gruppen-, Einzel-, Duett-, Terzett- und Quartettvorträge von den ebenfalls 19 Jurymitgliedern „unter die Lupe“ genommen. 179 Vorträge durften sich bewerten lassen; eine „eins“ war natürlich stets das Ziel. Nach den inzwischen professionell- strengen Kriterien war dies aber nicht immer zu schaffen, umso grösser die Freude, wenn es erreicht wurde. Enttäuschungen gehören halt auch zum Wettbewerb,- ein Zitat: „wir singen für das Publikum und nicht für die Juroren! Besondern erfreulich waren die Teilnahme aus den anderen Unterverbänden; vorab viele Formationen aus dem Bernischen Kantonalverband. Erstaunlicher Trend; es nehmen immer mehr Sängerinnen und Sänger aus Asiatischen Länder teil, was zum Teil mehr als Schmunzeln hervorruft: Koreaner singen auf „Bärndütsch“, Lieder von Adolf Stähli! Eine Darbietung hatte zudem eine aktuelle Botschaft an das heutige Verhalten im Umgang mit der Schöpfung; „Wunder Natur“, mit Anstoss zu Umdenken und Nachhaltigkeit.

Festakt am Sonntag

Mit dem Musikverein aus Rothrist, welcher einen flotten Marsch zum Auftakt spielte, zog der Festzug geordnet vom Lindenplatz ins Festzelt auf der „Chätzlimatt“, voran der Fähnrich mit Fahne; mit den vier Kantonswappen unseres Verbandes. Präsidentin, Ehrendamen und allen geladenen Gäste folgten. Im grossen Festzelt; „Jodlertempel“, die Alphorn- und Fahnenschwinger-Vereinigung NWS eröffneten den Festakt mit: „ s Guldetal im Ring“, von Hansjörg Sommer, dann ein Leckerbissen: Das Chinderchörli „Bölcheflueh“ singt; „ jodle esch e cooli Sach“, später noch den; „Papagei-Jodel“, Herzliche Begrüssungsworte von unserer Verbandpräsidentin Silvia Meister; „unser Brauchtum ist wie ein Feuer, es braucht immer wieder neue Nahrung, um nicht auszugehen“, und legt Holz nach in die Feuerschale. OK- Präsident Rothrist, Thomas Burgherr überbringt Grüsse und Verbandsfahne nach Mümliswil. Nach dem Gesamtchorlied: „ my Jugendzyt“ erfolgt die Fahnenübergabe an den neuen Fähnrich Hugo Nussbaumer aus Mümliswil, dazu der Fahnenmarsch. Die Festansprache von Landammann und OK- Präsident; Roland Fürst, er wünscht uns auch, dass das Feuer weiterbrennt, lebendige Brauchtumsvereine sind wichtig!

Die oekumenische Andacht mit den Ortsgeistlichen; Markus Heil und Jürg von Niederhäusern, sie nehmen das Thema mit dem Feuer auf: es muss brennen und braucht immer wieder neue Nahrung; (gute Begegnungen und Gemeinschaft), sonst bleibt nur noch Asche! Mit Liedern, Gebeten und Segen endete die Verkündigung. Mit; „e Jodler“ von Bruno Hähner vom Gesamtchor und dem „Laupersdorfer Choral“ der Fahnen- und Alphornvereinigung fand die Feier einen würdigen Abschluss. Durch das Programm führten Markus und Rainer Meister.

Festumzug am Sonntagnachmittag

Abschluss und Höhepunkt des Jodlerfestes wie üblich; mit knapp 800 Teilnehmer in 40 Sujets fand ab 14 Uhr der Festumzug durch das Dorf statt. Tausende Zuschauer säumten die Strassen und bestaunten die vorbeiziehenden Gruppen in ihrer Vielfalt; geschmückte Kuhzüge, schöne Sennenhunde, Alphorn- und Fahnenschwinger, alte Wagen und Kutschen bis zu witzig- originellen Sujets.

Ausklang

„Chilbi im Dorf“, war nicht nur Titel, nein diese hat stattgefunden; 2200 Aktive und gegen 20'000 Besucher und Gäste erlebten eine Brauchtumsveranstaltung, welche noch lange in Erinnerung bleiben wird. Besonders und immer wieder gelobt worden sind: die kurzen Strecken im Jodlerdorf, die tolle Atmosphäre und die vielfältige Gastronomie mit freundlichen Gastgebern in toll geschmückten Lokalen! Zufriedene Veranstalter, Vorträge vom Feinsten in allen Sparten gaben sicher auch allen Aktiven das Gefühl; es hat sich gelohnt! Und: Nach dem Fest ist vor dem Fest; Basel, -wir kommen!

Besonderer Dank an die Helferinnen und Helfer

Für Mümliswil-Ramiswil waren es drei wundervolle Tage. Unzählige ehrenamtliche und freiwillige Helferstunden machten es erst möglich, dass ein unvergessliches Fest in diesem schönen Rahmen durchgeführt werden konnte. Das OK bedankt sich bei allen Helferinnen und Helfern für die grossartige Leistung und die tolle Zusammenarbeit.

 

Text und Bilder
Heiri Siegrist, Berichterstatter NWSJV

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